Kanufahrt auf der Dordogne

Im Juli 2018 führte die Fahrt für 9 Kelkheimer Staufenmuffel nach Süd-Frankreich, Kanu fahren auf der Dordogne, die eine durchgehend lebhafte Strömung hat. Mit den Kanus auf dem Anhänger brachen wir nach Argentat auf, wo wir die erste Nacht unter freiem Himmel verbrachten. Für einige der jüngeren Waldläufer war das eine ganz neue Erfahrung. Am Samstag waren wir dann an der Dordogne angekommen. Dort haben wir die Kanus abgeladen und sind gleich losgepaddelt. Nach insgesamt 8 km und einer Mittagspause haben wir einen schönen Schlafplatz auf einer Wiese gefunden. Als wir am Sonntag weiter gepaddelt sind, kamen wir zu einem Wehr mit einer Wasserrutsche. Zwei Kanus kamen sicher durch, das dritte blieb davor hängen und kenterte.

Als alle Kanus wieder standen und wir weiter konnten, passierte auch schon nach 50 Metern ein weiteres Missgeschick. Eines der Kanus blieb in einer Wurzel hängen und kippte, aber bis auf den Hortentopf mit unserem Mittagessen sammelten wir noch alle Dinge aus der Strömung ein. Es waren viele Abenteuer für diesen Tag.

Da es am nächsten Tag regnen sollte, haben wir beschlossen, unsere Zelte auf einem Campingplatz aufzustellen. Am Montag haben wir die Goufre de Padirac, eine Höhle in Frankreich, besucht. Als wir am Nachmittag zum Campingplatz zurückkamen, waren dort ca. 20 Pfadfinder, die mit selbst gebastelten Flößen versuchten, das andere Ufer zu erreichen.

Der nächste Tag bescherte uns ein Leck in einem Kanu, das wohl einmal zu oft über die Flusssteine geschrapt war. Mit viel Geschick und Phantasie wurde es repariert. Am Abend wurde wie immer ein Kapitel aus Harry Potter auf Englisch vorgelesen, wobei man wunderbar einschlafen kann.

Die Dordogne fließt durch eine beeindruckende Landschaft. Man konnte sogar einen Eisvogel am Ufer und einige Greifvögel sehen. Am Abend fing es an zu gewittern, so dass wir eine Plane über unseren Schlafplatz spannen mussten. Am nächsten Morgen schien dann wieder die Sonne. Weil wir Bergfest hatten, sind wir in ein Restaurant gegangen und haben lecker französisch gegessen. Diese Nacht haben wir auf einer Kuhweide geschlafen, natürlich hatten wir vorher den Bauern gefragt, ob wir auf der Weide schlafen dürfen. Am Freitag wollten wir noch etwas paddeln, bevor wir uns auf den Heimweg machten.

Nachmittags haben wir die Kanus auf den Hänger geladen und sind in Richtung Heimat losgefahren. Abends spannten wir eine Plane zwischen die Autos und konnten so trocken schlafen, obwohl es geregnet hatte. Samstag haben wir die Kanus wieder im Bootshaus verstaut und unseren Abschlussabend mit Riesenpizzas und einer sehr schönen Singerunde verbracht. Sonntag sind wir dann glücklich und mit vielen neuen Erlebnissen nach Hause gekommen.

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